Ein rasches Wiederanfahren ist nicht in Sicht. Erst wenn sich die Aare abkühlt oder eine ausreichende Abkühlung absehbar ist, kann der Hochlauf der beiden Reaktoren geplant werden. Bei anhaltend hohen Temperaturen kann sich der Stillstand also über Tage hinziehen. Damit fällt mitten in der Hitzeperiode ein verlässlicher Grundlastproduzent aus – ausgerechnet zu einer Zeit, in der Klimaanlagen und Kühlung den Verbrauch in die Höhe treiben.
Für die Klimaanlagen und Kühlung wäre doch Solarstrom optimal.
Zum Glück ist diese sehr sichere und verlässliche Technologie absolut unabhängig von äußeren Einflüssen und bietet ausschließlich Vorteile.
ein verlässlicher Grundlastproduzent
Klingt aber nicht sehr verlässlich
Hintergrund der Abschaltung ist die Gewässerschutzgesetzgebung. Das Kühlwasser wird der Aare entnommen und nach der Nutzung wieder in den Fluss zurückgeleitet. Steigt die Wassertemperatur über 25 Grad, dürfen die Betreiber das erwärmte Kühlwasser nicht mehr unbegrenzt einleiten – die Leistung muss gedrosselt oder die Anlage ganz heruntergefahren werden. Genau diese Schwelle wurde erreicht: Am Donnerstag und Freitag massen die Behörden in der Aare 25 Grad.
Kann ich bestätigen, ich bin heute im Aare schwimmen gegangen und die Wassertemperatur war recht angenehm.
Mit dem Schritt will Axpo das Ökosystem des Flusses schützen und ein Fischsterben verhindern, das durch zusätzlich erwärmtes Wasser drohen würde.
Also nicht ein Problem der Verlässlichkeit.
Nachtrag:
So viele downvotes 😂Ich bleibe bei meiner Ansicht, dass die ethische Entscheidung, das Kraftwerk nicht zu nutzen, keinen Einfluss auf dessen inhärente Zuverlässigkeit hat.
Anstatt dies als Vorwand zu nutzen, um das Kraftwerk schlechtzumachen, wie wäre es, wenn wir diese grossartige Entscheidung der Schweizer Regierung, der Umwelt den Vorrang vor der Bequemlichkeit zu geben, feiern würden? Ich zumindest halte diese Entscheidung für das bei weitem interessantere und diskussionswürdigere Thema.
Also nicht ein Problem der Verlässlichkeit.
Ja, also, doch.
Eine Umweltschonende Entscheid, sich nicht darauf zu verlassen, beeinflusst nicht die Verlässlichkeit des Kraftwerks in sich.
Ich finde es eine gute Entscheid, aber das ist irrelevant zu Thema Verlässlichkeit. Andere Regierungen hätte wohl anders entschieden.
Ist halt unzuverlässige Technik. Du musst das heiße Kühlwasser ja nicht in den Fluss kippen. Andere AKW benutzen dafür Kühltürme. Wenn du aber dann so einen Quatsch baust, der einen gesamten Fluss kocht und gleichzeitig im Sommer nicht funktioniert, dann ist das halt ein unzuverlässiges Kraftwerk.,
Ach, wie dumm, dass sie in 1969 so ein Quatsch gebaut haben, dass nur 55+ Jahre funktionierte, und nicht für den Klimawandel geplant haben 🙄
Niemand bestreiten, dass die Technologie veraltet ist. Der AKW wird sowieso nur noch bis 2029 betrieben werden, da es so alt ist, und es nicht ökonomisch sinnvoll ist die Technologie upzugraden. Aber es funktioniert einwandfrei und es bleibt ein bewusstes Entscheid, sich nicht darauf zu verlassen, wegen die neue unerwünschte Nebenwirkungen.
Also in meiner Welt ist ein Kraftwerk, welches auf Grund von immer häufiger zu erwartenden äußeren Bedingungen abgeschaltet werden mzss, nicht besonders verlässlich.
Der Grund für die Abschaltung ist kein technischer, sondern ein rechtlicher.
Ab einer bestimmten Wassertemperatur darf man den Fluss nicht mehr zum Kühlen benutzen. Abgesehen von geringen Effizienzverlusten ist es dem Kraftwerk technisch egal, ob das Kühlwasser jetzt 24 oder 25 Grad hat.
Die entsprechende Gesetzgebung gab es wahrscheinlich zur Zeit, als das Kraftwerk gebaut wurde, noch gar nicht.
Hm finde den ersten Satz merkwürdig. Rechtlicher Grund klingt hier irgendwie wie willkürlich festgelegt - aber vielleicht liegt das nur an mir. Jedenfalls, es gibt ja auch Gründe warum es rechtlich so festgelegt ist.
Es sind jedenfalls keine Gründe, die an der Betriebssicherheit des Kraftwerks liegen, wie hier vielfach suggeriert wird. Da geht es rein um die Wassertemperatur im Fluss. Der Grenzwert dafür wurde tatsächlich willkürlich (wahrscheinlich auf Basis der Temperaturen, die bestimmte Lebewesen im Fluss tolerieren) festgelegt.
Es wird genug über Atomkraftwerke gelogen, da braucht es nicht noch mehr Lügen, nur weil das zufällig in den Kram passt. Wenn man die Anlagen nicht mag, dann kann man auch mit belastbaren Fakten dagegen argumentieren, denn davon gibt es genug.
Der Grenzwert dafür wurde tatsächlich willkürlich (wahrscheinlich auf Basis der Temperaturen, die bestimmte Lebewesen im Fluss tolerieren) festgelegt.
Mit der Begründung in der Klammer ist der Grenzwert nicht mehr willkürlich.
Der Grenzwert wurde erst lange nach dem Bau des Kraftwerks festgelegt. Wenn man nachträglich die rechtlichen Rahmenbedingungen ändert, kann man aber nicht so tun, als ob das ein Problem der Technik wäre.
Ob man eine Anlage technisch oder wegen der Rechtslage abschaltet hat das gleiche Resultat: sie läuft nicht und ist damit an dieser Stelle nicht mehr zur Nutzung verfügbar.
Nicht zur Nutzung verfügbar bedeutet nicht 100% zuverlässig. Ob das technische oder rechtliche Gründe hat ist dafür irrelevant.
Es ist also eher so das die Atom jünger da lügen wenn sie von zuverlässig reden obwohl die Anlage abgeschaltet wurde weil Grenzwerte (in dem Fall gesetzlich geregelte Wasser Temperatur im Fluss) überschritten wurden.
Man könnte jederzeit Kühltürme bauen und so ohne Rückführung auskommen. Aber wozu, wenn Solarzellen gerade dann massenhaft Strom liefern, wenn der Fluss zu warm wird?
Der Grund für die Abschaltung ist kein technischer, sondern ein rechtlicher.
Nein, der Grund ist ein physikalisch, biologisch, ethischer. Massenhaft tote Fische finden wir nicht gut. Ebensowenig wie tote Rotmilane (und bei denen ist es ein Mythos).
Vielleicht ist das ja auch wirklich nicht so gut, wenn ein von Hitzewellen aufgeheizter Fluss noch weiter mit Kühlwasser aufgeheizt wird.
Natürlich ist das nicht gut, deswegen gibt es ja inzwischen diese Regelung, aber man muss ab einem bestimmten Punkt halt entscheiden, ob man einen warmen Fluss oder Probleme mit der Stromversorgung haben will.
Große thermische Kraftwerke, die ihr Kühlwasser aus Flüssen beziehen, sind nun mal ein Ding und stellen einen erheblichen Teil der Grundlast. Die ersetzt man nicht von heute auf morgen. Wenn ein Kraftwerk, das planmäßig wegen Wartung abgeschaltet war, nicht wieder ans Netz gehen kann, mag das zwar die Versorgung nicht unmittelbar gefährden, aber dadurch verschiebt sich Alles, was davon abhängig ist, dass das Kraftwerk wieder läuft. (z.B. geplante Wartung an anderen Kraftwerken)
aber man muss bei thermischen Kraftwerken ab einem bestimmten Punkt halt entscheiden, ob man einen warmen Fluss oder Probleme mit der Stromversorgung haben will.
Ergänzung in kursiv von mir. Und eben darum können diese Kraftwerke nicht unironisch als “verlässliche Grundlastkraftwerke” bezeichnet werden…
Thermische Kraftwerke sind nun mal sehr gut für Grundlast geeignet, denn Dampfanlagen sind sehr gut verstanden, robust, langlebig, und, wenn man sie am richtigen Betriebspunkt fährt, sehr effizient.
Bei den Erneuerbaren gibt es nur eine Art von Kraftwerken, die für sich alleine bei richtiger Auslegung zuverlässig Grundlast können. Das sind Wasserkraftwerke. Und leider werden genau die gleichen Leute, die heulen, dass das thermische Kraftwerk die Fische kocht, auch heulen, dass das Wasserkraftwerk die Fische zu Filet verarbeitet. Irgendeinen Tod müssen wir sterben.
Solaranlagen können prinzipbedingt keine Grundlast, weil eben nachts keine Sonne scheint. Brauchbare Speicheranlagen gibt es zu wenige, Batteriespeicher sind nicht sonderlich langlebig und brauchen für die Batterien große Mengen an exotischen Materialien. Pumpspeicheranlagen werden aus vermeintlichen Umweltschutzgründen nicht genehmigt. Windkraft kann Grundlast nur unter Vorbehalt, sehr bedingt in Verbindung mit massiver Überkapazität, leistungsfähigen Fernübertragungsnetzen und geographisch sehr weiter Verteilung der Anlagen, dass immer irgendwo genug nutzbarer Wind ankommt.
Welchen Tod wollen wir denn jetzt sterben?
Ich wäre ja dafür, jedem thermischen Kraftwerk ein Laufwasserkraftwerk vorzuschalten, denn nur diese Kombination könnte flussabwärts die gesamte Gastronomie mit Strom und verzehrfertig zubereiteten Fischfilets versorgen. /s
Also, wenn ich wegen der jetzigen Hitzewelle ausnahmsweise den Bus zur Arbeit nimmt, und ich vornehme, zukünftig immer den Bus bei Temperaturen über 38 Grad zu nehmen, dann ist mein Velo nach deiner Einschätzung nicht mehr verlässlich. Interessant.
In meiner Welt, unterscheidet mann zwischen der Entscheidung ein Objekt zu benutzen und seiner inhärenter Verlässlichkeit.
Können Solarkraftwerke eigentlich bei zu viel Hitze eigentlich über lasten?
Nein. Man kann sie remote abschalten, wenn es zuviel Strom im Netz gibt.
Allerdings sind sie bei hohen Temperaturen etwas weniger effizient.
Dann schwitzen die Elektronen
😆 Die quantenmechanischen Mechanismen, die aus Licht Strom machen, funktionieren dann nicht mehr so gut.
Es ist halt schon denkbar dass zu hohe Temperaturen pv module schneller altern lassen.
Ist aber die Frage ob es wirklich juckt ob das Silizium nach 25jahren jetzt noch 70% oder doch 80% der ursprünglichen Leistung bringt.
Bisherige Erfahrungen zeigen, dass sie länger halten als gedacht.
Hohe Temperaturen im Computern können elektronische Bauteile altern lassen, das ist richtig. Aber da geht es um deutlich höhere Temperaturen, und betrifft am ehesten Teile wie Kondensatoren.
Dagegen wiederum helfen Pflanzen unter den Paneelen, die durch Verdunstung kühlen









