Ist das das Vorgeplänkel zum nächsten “Rentner fahren in Dinge” Beitrag?
Rentner fährt in Guinnessbuch.
So lange er als Berufskraftfahrer arbeitet ist er ja kein Rentner… ausgedribbelt oder so…
Hin und wieder überlege ich, ob ich tatsächlich mit meinem Vorschlag zum Zwangsrenteneintrittsalter in die Politik eintreten sollte; wer über x Jahre alt ist, wird zu seinem Glück der Freizeit gezwungen.
Mein bisheriger Vorschlag ist 70, damit könnte man glücklicherweise auch Mehrzweckeier loswerden. Ich lasse mich aber auch runter verhandeln.
Rentner fahren mit Ansage in Dinge
Asmus setzte sich mit nur einem normalen Führerschein und wenig Erfahrung ans Steuer. […]
Dann habe er es versucht, obwohl ich noch nie in meinem Leben einen Sattelzug gefahren bin. […]
In vielen Bundesstaaten brauchte man weder einen Lkw-Führerschein, noch überhaupt einen Pkw-Führerschein.Und natürlich sagt Asmus, dass […] die Fahrer viel mehr Können besaßen, wie so viele Fahrer der alten Schule heutzutage behaupten.
Echte Realsatire.
Echte Realsatire.
Würde ich nicht unbedingt sagen.
Das Krasse an der Situation ist hauptsächlich, dass der in dem Alter überhaupt noch arbeiten muss. Friedrich Merz’ feuchter Traum. Ich weiß nicht wie dort die entsprechenden Regeln sind, aber hier wäre es theoretisch auch möglich, dass jemand so alt noch LKW fährt, solange er die alle 5 Jahre vorgeschriebene arbeitsmedizinische Untersuchung zur Fahrtauglichkeit besteht. (Ab 50 Jahren beinhaltet die übrigens auch einen Reaktionstest) Dass 94-jährige noch so gesund sind, ist zwar nicht häufig, kommt aber vor.
Asmus setzte sich mit nur einem normalen Führerschein und wenig Erfahrung ans Steuer. […] Dann habe er es versucht, obwohl ich noch nie in meinem Leben einen Sattelzug gefahren bin. […] In vielen Bundesstaaten brauchte man weder einen Lkw-Führerschein, noch überhaupt einen Pkw-Führerschein.
Der Mann ist so alt, da war das noch nicht so üblich mit speziellen Führerscheinen für unterschiedliche Fahrzeugarten. Das gab es nicht nur in den USA. Ich kannte auch noch (sehr alte) Leute, die Alles fahren durften, weil sie einen Führerschein hatten, der älter war, als unterschiedliche Fahrzeugklassen. Wer einen deutschen PKW-Führerschein (Klasse 3) vor der Einführung des EU-Führerscheins gemacht hat, darf damit leichte LKW bis 7,5t mit 10,5t Tandemachsanhänger fahren. Inzwischen ist zwar die Übergangsfrist für die Umschreibung der Führerscheine abgelaufen, aber die Umschreibung auf eine Klasse C1E mit entsprechendem Zusatzvermerk wegen Anhänger (der darf schwerer sein, als mit einem neuen C1E) war eine reine Formalität. (Antrag ausfüllen, Passbild, alten Führerschein und ggf., wenn zu dem Zeitpunkt 50 oder älter, arbeitsmedizinische Tauglichkeitsbescheinigung vorlegen, nach ein paar Wochen neuen Führerschein abholen)
Und natürlich sagt Asmus, dass […] die Fahrer viel mehr Können besaßen, wie so viele Fahrer der alten Schule heutzutage behaupten.
Gerade bei LKW war früher deutlich mehr Können zum Fahren erforderlich, denn das Fahrverhalten war ganz anders und hat viel weniger Fehler verziehen, als bei neueren Fahrzeugen. Außerdem waren die Leute erst mal auf sich selbst gestellt, wenn sie auf freier Strecke ein Problem hatten, weil es eben kein Handy gab, um irgendeinen Service zu rufen. Gerade in großen, nicht so dicht besiedelten Ländern, wie den USA, kann man sich auch nicht darauf verlassen, dass innerhalb vertretbarer Zeit jemand vorbeikommt, der dann helfen oder wenigstens Hilfe holen kann.
Wer einen deutschen PKW-Führerschein (Klasse 3) vor der Einführung des EU-Führerscheins gemacht hat
Ja, hier! Sogar genau passend so gemacht, dass er automatisch umgeschrieben wurde.
Nur… wenn ich jetzt deswegen rumtöne, dass ich (und andere meines Alters) viel besser LKW mit Anhänger fahre, als die blöden jungen Leute, die es danach tatsächlich korrekt lernen mussten, bin ich halt trotzdem bescheuert.
Wenn Du das Dein ganzes Leben beruflich gemacht hast, kannst Du das wahrscheinlich zu Recht sagen. Erfahrung ist durch formale Ausbildung praktisch nicht zu ersetzen.






