Höhere Steuern und Werbeverbot: Viele Produzenten hoch verarbeiteter Lebensmittel klagen gegen Auflagen. Und behindern so den weltweiten Kampf gegen Übergewicht, kritisiert der WHO-Chef.
es geht darum dass zwar das junk-food weniger gesund ist, d.h. höhere gesundheits-kosten, aber es fließt eben auch mehr geld (weil höherer verarbeitungsgrad -> mehr € pro kalorien), d.h. es steigert das BIP.
mehr BIP ist nicht im allgemeinen besser. wie dieses beispiel hier zeigt.
Schon vor Jahren wurden Wissenschaftler und Aktivsten in Mexiko gehackt, die sich unter anderem für Massnahmen zugunsten gesünderer Ernährung einsetzten.
Nachdem Fossile Konzerne gegen den Ausbau von Erneuerbaren, Tabakverkäufer gegen Anti-Rauch-Kampagnen und Softdrink-Hersteller gegen die Zuckersteuer vorgegangen sind, überrascht mich das jetzt echt /s

Wenn nicht sie wer dann?
Zugegebenermaßen nicht sehr überraschend. Und vor allem amerikanische Anbieter.
Und vor allem amerikanische Anbieter.
Denen aber zahlreiche früher europäische Marken gehören, wie z.B. Milka Schokolade.
Das liegt an der Branche nicht am Land.
Da sind wir aber auch betroffen von:
Zu den klagenden Unternehmen gehören der Recherche nach etwa Coca-Cola, PepsiCo, Mondelēz, Kellogg’s, Danone, Ferrero, Xignux und die Heartland Food Products Group.
Da hätte ich gerne mal eine vollständige Liste der Lebensmittelmarken, die denen gehören.
Finde es nach wie vor absurd, dass Unternehmen gegen Gesetze klagen dürfen und so explizit Wählendenwillen blockieren können
Ein verfassungswidriges Gesetz muss anfechtbar sein, egal durch wen. Da diese Widrigkeit erst durch ein Urteil festgestellt werden kann, muss das Anfechten jedes Gesetzes zulässig sein. Dass juristische Personen klagen dürfen ist auch legitim, wenn ein Unternehmen bspw. Vetragsbruch verfolgen muss. Eine beliebige Privatperson mag auch nicht immer die Mittel haben, ein Verfahren anzustrengen (selbst wenn es gerechtfertigt wäre), also ist auch nicht wirklich prakrikabel, Privatpersonen zur Haftung zu zwingen.
Allerdings müssten die Gerichte dann halt auch fair und objektiv urteilen, was im Sinne der Verfassung und Willen der Wähler ist. Wenn Firmen mit solchen Versuchen, gegen (gerechtfertigte) Gesetze zu klagen i.A. schlechte Karten hätten, würden die Kosten alleine diese Praxis abschrecken.
Das Problem mit Unternehmen wie diesen ist, dass die ganze Struktur sie gegenüber ihren Eigentümern verpflichtet, immer mehr Profit zu schaffen. Zu versuchen, Gesetze zu kippen, die diesem Ziel im Weg stehen, ist also vorprogrammiert, wenn auch nur die geringste Chance darauf besteht, dass der gerettete Profit größer als die Kosten sein wird.
Natürlich kann eine Firma, deren Geschäft auf ungesundem oder sonstwie schädlichem aufbaut, fundamental nicht ethisch handeln, sonst würden sie entweder radikal umschwenken oder gleich dichtmachen. Da bietet diese Struktur einen praktischen Vorwand: Die arme, arme Firma hat ja leider gar keine Wahl als zu klagen, um Profiteinbußen abzuwenden :((( So ein Pech, echt.
Dass sie klagen können ist nicht grundsätzlich falsch. Das System, dass sie darin bekräftigt und ihnen zumindest oberflächliche Legitimation dafür bietet, ist der üblere Part: solange die Gier nach mehr und mehr Profit die Entscheidungen motiviert und diktiert, wird jedes gute System zum Werkzeug der Raffsucht verdreht.
Du findest es absurd, dass man dagegen klagen kann, dass Gesetze Verfassungsrecht verletzen? (Zumindest behaupten sie das wohl, sonst ergäbe es ja keinen Sinn.)
Ich finde es absurd, dass man gegen wegfallende Einnahmen klagen kann und dass Produzenten nachweisbaren schädlicher Produkte sich gegen die Regulierung zum Wohle der Gesellschaft wehren können. "Ist doch mein Recht Flüsse zu vergiften / euch süchtig zu machen "
Ich bin Jacks völliger Mangel an Überraschung.








