• T-Rex91@feddit.org
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    1 day ago

    Ich finde jedes Bundesland sollte mindestens 5 so Dinger haben. Wobei ich auch denke das die 500.000 Haushalte aktueller Stand sind. Könnte in Zukunft weniger sein, wenn (fast) jeder ne Wärmepumpe und ein E-Auto hat.

    • Ooops@feddit.org
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      1 day ago

      Ich hab 'ne schlechte, 'ne gute und noch 'ne schlechte Nachricht.

      Die schlechte: Du unterschätzt das maßlos und wir brauchen viel mehr solcher Speicher.

      Die gute: Es sind weit mehr Bauvorhaben für große Batteriespeicher bereits beantragt, als wir in den nächsten 10 Jahren brauchen. Alle privatwirtschaftlich finanziert.

      Die andere schelchte: Der Bau wird systematisch von Netzbetreibern blockiert, die (oder deren Mutterkonzerne) von fossilen Brennstoffen und allgemein von hohen Strompreisen profitieren, mit freundlicher Unterstützung unserer korrupten Regierung. Schließlich wurde der Spitzenreiter bei dieser Sabotage ja auch erst mit 'nem Ministerposten belohnt…

      • Jako302@feddit.org
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        1 day ago

        Der Bau wird systematisch von Netzbetreibern blockiert, die (oder deren Mutterkonzerne) von fossilen Brennstoffen und allgemein von hohen Strompreisen profitieren,

        Den Netzbetreibern selbst ist der Strompreis ziemlich egal, deren Anteil am Strompreis wird durch die Bundesnetzagentur festgelegt. E.ON hingegen ist da so ne andere Sache, auch wenn die nur noch relativ wenig Strom erzeugen…

        Was allerdings auch problematisch ist, ist die Art und Weise, wie diese Speicher Strom beziehen und einspeißen wollen. Die meisten beantragten Speicher sind börsennotierte (eben weil privatwirtschaftlich finanziert) und somit absolut bescheiden fürs Netz.

        Anstatt langsam mehr Strom zu beziehen, wenn der Überschuss um die Mittagszeit steigt, wollen die erst unter einem bestimmten Börsenpreis beziehen. Dann allerdings 100% auf einmal. Gleiches in die andere Richtung, eingespeißt wird erst, sobald der Strom teuer genug ist, nicht wenn er gerade vor Ort gebraucht wird. Dann aber wieder in Sekunden auf Vollast.

        Das ist halt für die Netzstabilität auch maximal beschissen wenn der vorhandene Speicher nicht genutzt werden kann, weil er gerade nicht genug Geld bringt. Könnte man sicher mit ein paar Regularien anpassen, aber bei der momentanen Regierung seh ich da schwarz.

        • Wrufieotnak@feddit.org
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          18 hours ago

          Wäre es möglich ein langsameres Anfahren bei Be- und Entladung gesetzlich vorzuschreiben? (edit: hab deinen letzten Absatz irgendwie übersehen) Und von was für einer Zeitspanne reden wir denn da für ein stabiles Netz? Von 0 auf 100 % in 5 Minuten ist ja was anderes als in 1 Stunde.

          • Jako302@feddit.org
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            12 hours ago

            Die Zeitspanne kann ich nicht wirklich sagen, dafür bin ich im Bereich der Netzberechnung zu wenig drin, das ist ein verdammt kompliziertes Gebiet.

            Was allerdings fast wichtiger wäre, ist einen Teil der Kapazität immer zur Verfügung zu haben. Sonst wird an z.B. dunklen Wintertagen, wo es nur wenig plus gibt und der Preis nicht zu stark fällt, gar nichts gespeichert, weil es sich nicht genug lohnt. Da bräuchte es halt wieder eine Entschädigung an die Betreiber für.

      • HaraldvonBlauzahn@feddit.org
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        1 day ago

        Schließlich wurde der Spitzenreiter bei dieser Sabotage ja auch erst mit 'nem Ministerposten belohnt…

        Warte, was? Hör ich richtig? Der Typ mit den Silvesterraketen ist jetzt Minister?

      • DrunkenPirate@feddit.org
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        1 day ago

        Die gute daran ist: Es werden gerne Batteriespeicher auf alte Industriegelände gesetzt. Denn da ist ein fetter Stromanschluss schon vorhanden. Das reduziert den Flächenverbrauch und ist eine super Nachnutzung des Areals. Transformation halt.

      • BlindPenguin@piefed.social
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        1 day ago

        Eine weitere schlechte: Nimbys und Online Propaganda. Macht diverse Projekte wesentlich schwieriger, wenn Peter vorm Wald sich einreden hat lassen, dass Windräder alle Vögel schreddert und Photovoltaik die Frösche schwul macht.

      • T-Rex91@feddit.org
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        1 day ago

        Die schlechte: Du unterschätzt das maßlos und wir brauchen viel mehr solcher Speicher.

        Deswegen sag ich ja MINDESTENS. Ich weiß ja in Deutschland geht das gerne nicht mal von Heute auf Morgen aber irgendwo müssen wir ja auch mal langsam anfangen das wir zu viel Energie z.B. durch Solar im Sommer Speichern können und Gleichzeitig brauchen wir noch mehr Stromquellen, also noch mehr Solar auf den Dächern, mehr Windräder, mehr alternativen z.B. Wasserkraft um die Akkus nur für den Notfall zu brauchen, z.B. ein Sturm kappt das Stromnetz zur einer Gemeinde. Dann wären mehr Stromtrassen wichtig für ne Gewisse Redundanz. Und auch bei Wolkigen Windstillen Wetter wären die Akkus Praktisch das man eben noch Strom hat. Ich könnte ne ganze Liste Posten an Dingen die wir brauchen, gleichzeitig lasse ich es, weil ich weiß es wird eh nicht in den nächsten 15 Jahren umgesetzt werden. Die Groko bleibt stur und wenn es doof läuft wird die AFD bei den nächsten Wahlen so stark, dass sie die einzige Opposition sind oder die Union knickt ein und Regiert mit denen. Bei ersten ist die Frage: Wie sehr kann da die Union und SPD noch blockieren und bei letzteren können wir noch Froh sein wenn wir Wind Energie noch haben.

        • Ooops@feddit.org
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          1 day ago

          Ich weiß ja in Deutschland geht das gerne nicht mal von Heute auf Morgen aber irgendwo müssen wir ja auch mal langsam anfangen

          Nee, tatsächlich liegt da das Problem. Wirtschaftlich gesehen ist die Sache längst durch und wir hätten tatsächlich von Heute auf Morgen Speicher, weil man damit längst Geld verdienen kann. Auch in Deutschland.

          Der Rest ist aktive Bekämpfung des Marktes von denen die immer laut schreien, dass man den Markt machen lassen soll. Die meinen das nämlich nur immer dann, wenn es zu Gunsten ihrer Geldgeber geht, und nie, wenn deshalb die Leute die sie bezahlen dadurch Konkurrenz bekämen. Aber genau dafür hat man Korruption in Deutschland ja legalisiert gibt’s ja Lobbyismus.

    • Melchior@feddit.org
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      1 day ago

      Deutschland braucht viel viel mehr von solchen Speichern. Für Sommernächte ohne fossilen Strom braucht man so 300 in der Größenordnung und mehr wäre besser.

  • MarcomachtKuchen@feddit.org
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    1 day ago

    Mir wurde bisher immer beigebracht, dass elektrochemische Speicher die ungeeignetsten Technologie für solche Probleme wären

    • poVoq@slrpnk.netOP
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      1 day ago

      Massenfertigung von Batterien führt dazu das selbst eine theoretisch weniger effiziente Technologie, ökonomisch die beste Wahl ist.

      • MarcomachtKuchen@feddit.org
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        1 day ago

        Ökonomisch ja und das bestimmt nun mal leider die Realität. Aber Ressourcentechnisch ist das doch krass limitiert oder?

        • blackberry28@sh.itjust.works
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          1 day ago

          Was meinst du mit ressourcentechnisch? Falls du auf Lithium anspielst, das ist kein Problem, man kann Natrium-Akkus verwenden. Die haben zwar ne geringere Energiedichte als Lithium-Akkus, aber für stationäre Speicher ist das deutlich weniger relevant als z.B. für E-Autos. Und CATL hat neulich solche Natrium-Akkus als Energiespeicher vorgestellt, die auch wesentlich besser sind als Lithium-Akkus in Bezug auf Umgebungstemperatur (Lithium-Akkus funktionieren wesentlich schlechter bei sehr hohen und sehr niedrigen Umgebungstemperaturen) und Ladezyklen.

          • MarcomachtKuchen@feddit.org
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            1 day ago

            Aber müssen die Stoffe nicht unter kritischen Arbeitsbedingungen abgebaut werden und die geschätzten Vorkommen reichen nicht um den Bedarf zu decken?

            • Chewy@discuss.tchncs.de
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              1 day ago

              Dabei ging es mW. hauptsächlich um sogenannte “seltene Erden”, Kobalt und Nickel, die seit ein paar Jahren nicht mehr unbedingt für Li-Ion Batterien notwendig sind.

              Z.B. gibt es LiFePO₄ / Lithium-Eisenphosphat (LFP) Akkus, die ohne Kobalt/Nickel/“seltene Erden” auskommen. Die Energiedichte ist zwar geringer, aber trotzdem groß genug. Z.B. gibt es 1kWh 12,6V LiFePO₄ Akkus für Autos/Camper ab 200€ zu kaufen. Die können laut Hersteller 4000 Ladezyklen von 0-100% ab. Nur so als praktisches Beispiel, dass das nicht erst irgendwann™ marktreif wird.

              • Imke@feddit.org
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                17 hours ago

                Genau, schon seit Jahren kommt niemand mehr auf die Idee, LCO in stationären Anwendungen einzusetzen, da teurer, etwas unsicherer und kurzlebiger. Selbst die meisten Klein- bis Mittelklasse E-Autos werden inzwischen überwiegend mit LIPO4 ausgestattet. Kleinere Energiedichte und etwas schmalerer Temperaturarbeutsbereich sind ja für Großspeicher ohnehin eine sehr untergeornete Rolle. Netter Nebeneffekt ist, dass man keine kritischen Rohstoffe und nur den Ausstoß der Hälfte der Treibhausgase in der Produktion pro kWh hat, wie bei LCO. Auf die Natriumbatterien warte ich auch schon gespannt, aber die sollen laut CATL ja schon seit Jahren im Hochlauf sein und bisher gibts glaube nur ein paar Leuchtturmprojekte in China. Aber wenn der Durchbruch kommt, kommt er bestimmt so schnell wie der von LIPO4. Auf jeden Fall krasser Boost für die Energiewende, dass Akkus und Erneuerbare so verdammt günstig sind, hätte ja auch anders sein können. Stellt euch das mal vor, als ob weltweit irgendwelche nennenswerten Kapazitätäten von den fossilen wegekommen wären, wenn der Preis nicht gestimmt hätte, wir wären noch viel mehr am Arsch, als wir es eh schon sind

            • LwL@lemmy.world
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              1 day ago

              Lithium kann gut sein, Natrium gibts genug, wird im Normalfall aus Salz hergestellt.

            • blackberry28@sh.itjust.works
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              1 day ago

              Natrium ist ein sehr weit verbreitetes Element, das ist z.B. in Kochsalz enthalten. Und das kann man einfach aus Meerwasser gewinnen. Also weder präkäre Arbeitsbedingungen noch Mangelware.

    • Melchior@feddit.org
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      1 day ago

      Durch die E-Autos gibt es mittlerweile sehr günstige Batterien. Dieser recht große Speicher hat ungefähr die Batteriekapazität von 10.000 E-Autos. Im August war die fossile Stromerzeugung an einem Tag gut 500X größer, wobei auch teilweise Tagsüber Braunkohlestrom erzeugt wurde. Das sind dann aber trotzdem nur Batterien für 5Millionen Autos oder 10% der Autos(nicht nur E-Autos) die es in Deutschland gibt.

      Vor allem aber sind Batteriespeicher super um kurze Netzschwankungen auszugleichen. Vor allem können sie halt auch als Stromverbraucher dienen, wenn mal etwas zu viel Strom erzeugt wird.

    • Hellgruen@lemmy.zip
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      1 day ago

      Kann dazu die Podcast Folge von den quarksscience cops empfehlen. Quintessenz ist: Batterien nutzen zum Ausgleich von Schwankungen innerhalb weniger Tage, was darüber hinaus geht am besten mit Wasserstoff Gaskraftwerken.