Als persönliche Note: Die Festivals sind teurer geworden, keine Frage. Personalkosten, gestiegene Preise für das ganze Equipment, etc. Damit lässt sich aber nicht die komplette Steigerung erklären. Was mich aber viel mehr als der Eintrittspreis nervt, sind die ganzen extra Ideen, mit denen mehr Geld eingenommen werden soll und das Festival einfach für viele schlechter machen. Extra VIP-Bereiche beim Camping, Parken, teilweise bei den Bühnen und Express-Wegen für Leute, die mehr zahlen. Das kostet Platz und schiebt das normale Publikum immer weiter zurück. Es wird unübersichtlicher und man kann sich sprichwörtlich nen Wolf laufen.
Und es wird nicht mehr eine Karte verkauft und man ist durch. Nein. Man splittet alles auf und lässt es sich gesondert bezahlen. Beim Hurricane ist neuerdings selbst das einfache Camping nicht mehr enthalten. Und natürlich gibt es wieder einen (schlecht kommunizierten) Versuch, alles auf eine bargeldlose Zahlung umzustellen. Über den RFID-Chip im Bändchen. Den man aufladen muss. Und ausschließlich darüber soll eine Zahlung möglich sein.
Enshittification macht auch vor Festivals nicht halt.
Ähnlich wie beim Tourismus einige die über Überlastung klagen und der Rest schaut in die Röhre. Schon merkwürdig, aber vermutlich dem Internet und algoritmischer Suche bzw. viralen Post auf Social Media geschuldet.



